Papier mit Zitrusfrüchten bedrucken



Zitronen schmecken nicht nur superspritzig, sondern machen auch beim Papierdruck ordentlich was her! Das schöne und individuelle Muster einer Zitrone könnt ihr ganz einfach auf einem Geschenkpapier oder für Eure Karten verewigen. Das DIY-Projekt funktioniert auch wunderbar mit Kindern.




Alles was Du dazu brauchst 
1 Zitrone
1 Stempelkissen (möglichst günstig - teureren Stempelkissen würde ich die Zitronensäure nicht zumuten)
1 Bogen weißes Packpapier oder Kartenpapier in einer Stärke von 300g/m²

optional
glitzende Gelstifte
Kleberoller
3D-Erhöhungen
Stempel oder Tags mit Glückwünschen


1, 2, 3 - So schnell geht es





Und so werden im Handumdrehen Karten aus dem Papier












Schönes Basteln!

P.S.: Meine Einkaufstipps





DIY-Challenge #65: Eine Gabione als Beetbegrenzung

Heute habe ich ein gartenhaftes DIY-Projekt für Euch: Eine Steinmauer als Beetbegrenzung. 

Ich musste für diesen Beitrag erstmal herausfinden, wie sich sowas tatsächlich im Gärtnerlingo nennt, weil wir als Familie immer nur vom Steinbeet sprechen. Unter Steinbeet versteht der passionierte Gärtner aber etwas anderes - flach. Steine. Ornamente aus Steinen. Deko. 

Wovon wir heute reden, ist eigentlich als Gabione bekannt - also ein Drahtgitter, das mit Steinen befüllt und entweder als Mauer, Zierbeet oder Beetbegrenzung verwendet wird ... und, man glaubt es kaum, dieses Gartenelement ist echt nicht billig.


Die Beet-Vorgeschichte
Meine Mama hatte hier seit etwa 30 Jahren ein Beet für Himbeerstauden und Walderdbeerpflänzchen. Im Frühling bieten die sprießenden Himbeerblätter einen Sichtschutz auf den Terrassentisch, dann kommen die ersten Himbeeren und im Hochsommer erscheinen - gefühlt aus dem Nichts - strahlend-gelbe Sonnenhüte. Das Beet war mit einem niedrigen Holzzaun begrenzt, der wiederholt ausgetauscht werden musste, weil er unten - dort wo das Holz in der Erde steckte - natürlich immer wieder morsch wurde.


Unsere Challenge
Die alte Holzbegrenzung war morsch und kippte unmotiviert in alle Richtungen.
Das Beet war groß. Die Himbeerenstauden haben immer neue Wege entdeckt, sich zu vermehren, zu wandern und sich recht durcheinander anzusiedeln.


Wir wollten
Eine stabile Begrenzung. Das vorhandene Beet verkleinern. Die Pflanzen ordnen. Kurzum: Weniger Arbeit im Garten.


Verkleinern - ohne aber wertvolle, gesunde Pflanzen zu verlieren - hieß
- die Beetlänge von 290 cm auf 250 cm zu reduzieren
- bei der Breite rund 20 Zentimeter einzusparen

und für mich
- die Höhe der Begrenzung von 15 cm auf 40 cm anzuheben.

Letzteres war Sami nicht bewusst, bis ich das Gitter dann eines Tages angeschleppt habe. Er war sich sicher, dass es niedriger zu sein hatte, aber 1. war ich mir da schon sehr sicher, was ich wollte und 2. kann man sich das auch nicht aussuchen, wenn man einen Deal landet, so wie mir das gelungen ist ...


Wir haben uns vorab schlau gemacht, was es gibt und wollten uns bei Hornbach Folgendes ansehen:
 Das Bellissa Mauergitter f. gerade u. geschwungene Mauern L232xH40xT10 cm. (Ich zeige Euch das hier jetzt via Amazon-Affiliate-Link, weil das mit Bildrechten etc. leichter funktioniert und man es natürlich auch direkt dort bestellen könnte, ABER: es war bei Hornbach um 9€ günstiger! Allerdings muss man es vorab online in die Filiale bestellen, denn es sind entweder nur wenige Stück lagernd oder auch gar nichts vorrätig und kann erst nach einigen Tagen in die Filiale geliefert werden.)


Gesagt getan.
An sich ein gutes Produkt. Bei der Größe unseres Beetes hätte es aber geheißen, dass wir 3 Stück des Mauergitters um je 54,95 € plus rund 325 kg Steine mit einer Körnung von 25 mm - 60 mm gebraucht hätten.


Kleine Milchmädchenrechnung: 
54,95 € x 3 = 164,85 € für das Gitter
rund 325 kg Steine = 13 Säcke à 25 kg zu je 5 - 10 € - also nehmen wir einfach mal an 91 € (7 € pro Sack)
Unterm Strich also 255 Euro. Für eine Beetbegrenzung. Räusper. Nope!

Etwas desillusioniert war ich im Begriff, den Bau- und Gartenfachmarkt in meiner Nähe zu verlassen. (Dringender Kaufwunsch wegen starkem Heimverschönerungsbedürfnis und kommendem Frühling. Samstag. Viel los. Oma und Kind im Potty Training im Schlepptau. Budgetrahmen gesprengt. Keine Aktion für schwache Nerven.)

Und dann passierte Folgendes ...
Hinter der Kassa, im Ausgangsbereich, stand ein Abverkaufsregal. Dort lagen zwei Sets einer runden Gabione; Durchmesser 146 cm, 10 cm Breite, 40 cm Höhe ... reduziert auf 12 € pro Stück!

Statt für weißen Marmorkies (um 10,95 €/Sack) habe ich mich für günstigeren, aber auch sehr hübschen wolken-weißen Marmorbruch, 25-50 mm, 25kg (Hornbach-Art. Nr.: 7411543), entschieden. 13 Säcke zu je 5,55 kamen auf 72,15 Euro. Insgesamt als 96,15 € für die Beetbegrenzung.


Man könnte jetzt behaupten, dass ich bei solchen Sachen immer Glück habe, aber ich glaube viel mehr, dass man Umbauaktionen nicht übers Knie brechen, sondern sich umsehen sollte. Es sind immerhin 7 Monate seit unserem Umzug vergangen. Außerdem war die ganze Sache auch ein Gamble, weil ich mir nicht sicher sein konnte, dass man eine Gabione, die als Rundbeet gedacht ist, auch als Rechteck (oder ggfs. als Quadrat) aufstellen kann. Hätte es nicht geklappt, hätte ich die 24 € für das Gitter in den Sand gesetzt - die Steine hätte ich sicherlich retournieren können. Aber es hat geklappt und ich war wieder ein Glücksschweinchen. Du willst auch eins sein? 

Hier sind die Antworten auf Fragen, die ich mir im Vorfeld gestellt habe:

Woher weiß ich, welche Teile ich für das Steingitter brauche?
Eine Gabione kauft man für gewöhnlich in fertig zusammengestellten Sets - inkludiert sind innere und äußere Wand, Abstandhalter, Befestigungsstifte aus Metall und meist auch eine Plastikplane fürs Auslegen innen.

Kann man eine runde Steinbegrenzung/Gabione auch als Rechteck aufstellen?
Ja, das klappt. Da es nicht darauf ausgelegt ist, sollte man beim Aufbau ein bisschen Geduld mitbringen, aber feststeht, dass es funktioniert. Die Ecken habe ich mit einer Zange hineingebogen.

Wie viel Kilogramm Steine braucht man für ein Hochbeet aus Steinen/Steingitter?
Das steht in der Regel, gemeinsam mit der empfohlenen Steinkörnung, auf der Aufbauanleitung des Sets.

Muss man ein Steingitter/eine Gabione betonieren?
Möglich, aber nicht verpflichtend. Wir haben's nicht gemacht.

Muss man ein Steingitter/eine Gabione eingraben?
Es wird empfohlen, das Gitter etwa 10 cm tief in den Boden einzugraben. Wir haben diesen Schritt ausgelassen und es steht trotzdem einwandfrei.



Step by Step


Anfang/Mitte März
Alles kahl


Mitte April
Trotz mehrmaligem Wiese-Streuen wächst da, wo sich das alte Beet befand, kaum ein Halm.

Anfang Mai



Unsere Gabione hat die Abmaße 250 cm Länge (Außenmaß), 100 cm Breite (Außen), 40 cm Höhe, 10 cm Abstand von Gitter zu Gitter. An einer der Breitseiten ist es offen und lediglich durch Erde und ein Holzbrett abgestützt. Damit die oberen Enden des Gitters unter dem Gewicht der Steine nicht nach außen gebogen werden, haben wir mit Kabelbindern an zwei Stellen einen Zug gemacht.

Dass es nicht nach innen kippt, gewährleistet die viele Erde:
Das ursprüngliche Beet war nur etwa 10 - 15 Zentimeter hoch mit Erde befüllt. Die meisten Pflanzen musste ich für die Umbauaktion kurzfristig aus dem Beet evakuieren, um sie anschließend geordneter wieder einsetzen zu können. Somit war es möglich, das Beet mit Erde zu befüllen.

Kostenlose Komposterde kann man sich in Wien bei einigen Mistplätzen (Simmering, 11., Johann-Petrak-Gasse 1, Auhof, 14., Wientalstraße 51, Heiligenstadt, 19., Grinzinger Straße 151, Rinterzelt, 22., Percostraße 4 und Liesing, 23., Seybelgasse 7) holen: Genauere Infos dazu findet Ihr auf der wien.at-Seite

Die - ich würde sagen - schwerste Aufgabe war es, an den kahlen Stellen Wiese wachsen zu lassen:
1. ist es ein Spielrasen, der niemals Pausen bekommt
2. hatte ich Ende letzten Sommers mehrere Töpfe im Garten statt auf der Terrasse stehen und habe mir so einige kahle Stellen eingehandelt
3. hat die Genossenschaft Reparaturen an der Terrasse durchgeführt und die Betonplatten während der Umbauarbeiten am Rasen gelagert, was für eine weitere kahle Stelle gesorgt hat
4. ist durch die Beetverkleinerung ein nicht unbedeutendes Stück Erde freigelegt worden, das es zu begrasen galt
5. haben wir eine Schaukel auf den Marillenbaum gehängt - dort, wo die Füße schleifen können, ist alles komplett erdig

Wir hatten Super-Rasen inklusive Dünger aus dem Gartencenter und zwei verschiedene Super-Billig-Rasensamen plus extra Dünger von Hofer, dreimal habe ich Rasendünger gestreut und das, was nun schlussendlich Erfolg zeigt ist: viel, viel, viel gießen.
Egal welche der drei gerade in unserem Gartenspind verfügbaren Samen wir nehmen (Rasen (ohne Spezifikation), Spielrasen, Schattenrasen), wichtig ist, dass viel gegossen wird und die Samen Ruhe bekommen.


Da es völlig unrealistisch ist, die Kinder drei Wochen aus dem Garten wegzuhalten, machen wir es einfach so, dass wir immer nur ein kleines Stück mit vier Stangen und gespanntem Faden kennzeichnen, das wir sie bitten, beim Spielen auszulassen. Funktioniert (mehr oder weniger).
Rund um die Gabione ist schon sehr gut Wiese gewachsen, so mancher kahle Fleck ist verkleinert oder ganz verschwunden und was den Rest - insbesondere Punkt 5 betrifft - da braucht die gute Mutter einfach ein bisschen mehr Chill: Es ist ein Spielgarten.
 


P.S.: Verratet mir doch mal, was Eure liebsten Gartenpflanzen sind! Ich muss auf dem Gebiet noch ganz viel kennenlernen!

Off Topic: Lavendelfelder


Dieser Blogbeitrag liegt seit 2 Wochen in meinem Gmail-Entwürfe-Ordner (so blogge ich ... ich schreibe mir selber Mails). Ich habe x verschiedene Entwürfe zu dem Thema - immer wieder mit anderem Schwerpunkt: Manchmal geht es um die Generation der Millennials, manchmal liegt der Fokus stärker auf Sozialen Medien, manchmal geht es um Mütter.


Ich wollte den Blog eigentlich nicht posten, weil ich mir nie sicher bin, wie viel thematische Sprünge (Karten, DIY, Familie, Off Topic ...) meine LeserInnen vertragen. (Feedback herzlich erbeten)

Aber es IST ein Herzensthema für mich: Die asoziale Komponente in den Sozialen Medien und deshalb geht er, genauso unfertig wie er ist, jetzt online.


Warum gerade jetzt ...
Derzeit mache ich auf Instagram bei meiner ersten Blogger-Challenge mit: #MeetTheBloggerDE | #MeetTheBloggerAT, in der man von 1. bis 14. Mai täglich ein interessantes, lustiges, spannendes Detail zum eigenen Blog verrät. (Auf der rechten Seite neben dem Blog-Eintrag könnt ihr sehen, was ich auf Instagram dazu geschrieben habe, dann müsst ihr dort nicht extra einsteigen.) Heute geht es um das Thema "Social Media ist für mich ..." und ich nehme das zum Anlass, den Blog heute doch zu veröffentlichen, weil Soziale Medien für unsere Generation insofern eine Herausforderung darstellen, als dass es keine Vorbilder gibt, von denen wir "den richtigen" Umgang mit ihnen lernen können. Wir erschaffen diesen Weg. Es liegt an uns, einen Trampelpfad für die folgende Generation zu machen, um ihnen einen gesunden Umgang mit der Social-Media-Thematik beizubringen.

Soziale Medien sind nicht schuld. Sie sind nicht zu verteufeln. Sie sind aber auch nicht die Wahrheit. Sie sind nicht Realität, sondern digitales Teilstück einer Wahrheit, bei der man als Rezipient nicht weiß, wie stark der Zoom gerade eingestellt ist. #think #biggerpicture
Soziale Medien sind. Punkt.

Als ich den Blog geschrieben habe, ging es gerade stark um die Rolle "Mutter" in meinem Umfeld, weshalb ich das hier auch nicht mehr ändern möchte, weil ich glaube, dass diese Zielgruppe sehr stark unter dem scheinbar perfekten Leben der Anderen leidet. Aber setzt statt "Mutter" doch beim Lesen wahlweise "Mensch" ein ...


Lavendelfelder

An Euch, die Ihr zerrissen seid,
An Euch, die alles geben und doch nie genug sind,
An Euch, die ihr das Beste wollt und dabei das Schlimmste in Euch selbst entdeckt.
An Euch, die ihr Euch fragt, ob Eure Kinder bei einer anderen Mutter nicht besser aufgehoben wären.
An Euch, die Ihr das Leben der Anderen auf "Sozialen" Medien verfolgt und Euch fragt, warum ihr es nicht so perfekt habt, ob Ihr etwas verpasst und was Ihr falsch gemacht habt.
Ihr seid umgeben von Müttern, die denselben Kampf führen.

Letzte Woche habe ich Lavendel gepflanzt. Ich habe keinen grünen Daumen, weshalb ich das Merkblatt dazu besonders aufmerksam gelesen habe. Letzten August habe ich drei Lavendelpflanzen gekauft. Drei Wochen später waren sie alle tot. Diesmal will ich alles richtig machen.


Es war eine Randnotiz zur Wirkung der Pflanze, die mich zum Nachdenken brachte: Scheinbar irritiert der Duft des Lavendels Ameisen. Sie folgen normalerweise ihren einstudierten Routen, folgen ihren eigens gelegten Duftspuren. Sie wissen, wohin sie wollen. Sie sind programmiert darauf, ihre Aufgabe zu erfüllen. Blindes Vertrauen in den eigenen Instinkt.

Mütter sind wie Ameisen. Würden sie ihrem Instinkt folgen, gingen sie automatisch die beste Route zu ihrem Ziel. Doch der Alltag, in dem sie sich wiederfinden, ist voll irritierender Düfte.

Eine Gesellschaft, die sagt: "Hol dir dein Recht auf Arbeit", "Verwirkliche dich selbst". Eine wirtschaftliche Realität, in der unterm Strich steht: "Du wirst arbeiten müssen, wenn die bezahlte Karenz aus ist". Sozialer Druck: Wenn du ein Kind hast, musst du arbeiten, weil du "ja nur ein Kind!" hast, wenn du zwei hast, wirst du nach einer extra Schonzeit regelmäßig gefragt: "Und? Du?", "?", "Was machst du so? Wann fängst du wieder zu arbeiten an?" Ab dreien scheiden sich die Geister - ob du die Verpflichtung hast, wieder arbeiten zu gehen, weil du sonst ein Schmarotzer bist, oder ob du die Verpflichtung hast bei all den vielen Kindern zu bleiben, die du in die Welt gesetzt hast. Wenn du zuhause bist, wirst du das Gefühl nicht los, dass man von dir erwartet, dass du "das bisschen Haushalt" doch wirklich schaffen solltest. Oma hatte keinen Geschirrspüler, Mama hat ihren Trockner erst vor zehn Jahren bekommen und überhaupt "Hast du gehört [deine Schwester, deine Cousine, die Tochter der Arbeitskollegin, die 4 Jahre jünger ist als du und schon 3 Kinder hat, die Tochter der Freundin der Nachbarin] holt die Kinder zweimal die Woche nach dem Büro aus dem Kindergarten ab und macht Sport mit ihnen. Die schaut echt super aus." Und du schaust an dir runter und schämst dich - mit dem Gewand könntest du in kein Büro gehen und Sport mit den Kindern hast du noch nie in Erwägung gezogen, wann du es letzte Mal eine Woche lang geschafft hast, täglich 30 Situps zu machen ... du kannst dich nicht einmal daran erinnern.

Ich bin davon überzeugt, dass wir es objektiv betrachtet besser haben, als Vorgänger-Generationen. Was die gesellschaftliche Akzeptanz der Entscheidung betrifft, Kinder zu haben oder eben auch nicht. Was die Möglichkeiten in puncto Kinderbetreuung beim Zurückkehren in einen Job anbelangt - egal ob er ein Mittel zum Zweck ist oder man ihn mit Leidenschaft ausübt ... oder beides. Was Teilzeitmodelle im Job betrifft. Was 50:50 im Haushalt mit unseren Partnern betrifft. Vieles wurde auf gesellschaftlicher und sozialer Ebene (für uns) ausgehandelt und salonfähig gemacht.

Es geht uns gut. Das weiß ich, wenn ich mit meiner einzigen noch lebenden Oma rede und sie mir von ihrer Mutter erzählt - da gab es noch ganz andere politische Herausforderungen. Das ist mir bewusst, wenn sie mir aus ihrem eigenen Leben und den gesellschaftlichen Konventionen, mit denen sie konfrontiert war, erzählt und es ist mir auch bewusst, wenn ich Geschichten von Frauen meiner Elterngeneration höre, die nicht ansatzweise vergleichbare Kinderbetreuungsangebote vorfanden. Und meine Hoffnung ist es, dass es auch unseren Töchtern leichter gemacht wird, sie selbst zu sein, wenn sie an der Reihe sind, diese Entscheidungen zu treffen.

Aber was das Hier und Jetzt betrifft, liegt es an uns.
Wer viel Freiheit hat, muss auch viel entscheiden. Ich beklage mich nicht. Ich stelle fest.
Jede Generation hat ihre eigene Challenge zu bewältigen. Das ist unsere. Wir Millenials sind die Generation-"Chance", die Generation-"Wahlfreiheit", "Sicherheit" und "Unabhängigkeit" - und genau wir sind auch als die Generation der Entscheidungsunfreudigkeit verschrieen. Bis zum letzten Moment nicht zu Parties zusagen, nicht vor den Altar/den Standesbeamten treten, keine Verbindlichkeiten eingehen - es könnte ja noch was Besseres daherkommen. Ein anderes Angebot. Etwas, von dem wir uns mehr Erfüllung versprechen. Wir schauen über die Zäune in fremde Gärten und wollen den Garten genauso - aber nicht nur den wildromantischen Garten rechts, sondern auch den gepflegten Garten links und den Zen-Garten von vis-à-vis und den Spiel-Spaß-&-Action-Garten von schräg gegenüber.

Das betrifft uns Millenials alle - Männer und Frauen, mit oder ohne Kinder. Die Angst, sich falsch zu entscheiden, lähmt uns. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, beobachten wir gleichzeitig, wie alle anderen an uns vorbeiziehen - mit besseren Jobs, eigenen Häusern, musikalischeren/sportlicheren oder einfach auch nur mehr/weniger Kindern. Zuerst nur aus dem Augenwinkel und dann full-on mit der Social-Media-Lupe in totaler Vergrößerung quillt die vermeintliche Wahrheit über das perfekte Leben der anderen zähflüssig aus allen Tasten. 

Dazwischen verbergen sich in meinem Feed Nachrichten aus Agentur-Job-Gruppen - gut bezahlte Jobs, regelmäßiges Einkommen, 40 Stunden. Wie soll ich das machen? Ich kann das zeitlich gar nicht! Aber was, wenn es mit der Selbstständigkeit in ein paar Jahren nicht mehr so läuft wie jetzt? Was ist, wenn wir das Geld dann brauchen? Eigentlich wäre auch jetzt ein zweites Fixeinkommen nicht schlecht. Aber ich will das doch gar nicht. Und ich kann das logistisch auch zur Zeit nicht. Oder ich will es nicht. Aber sollte ich es wollen? Was ist, wenn es mit 37 oder 38 nicht mehr so rennt wie jetzt? Wer will mich dann noch einstellen? Oder mit 45? Verbaue ich mir gerade alles?

Ab 14:30 Uhr bin ich für die Kinder da. Theoretisch. Denn an all zu vielen Nachmittagen kreisen meine Gedanken um all die Gespräche, die ich mit anderen Eltern führe und all die Posts, die ich bewusst oder am Rande von Bekannten, Freunden von Freunden und im Grunde Fremden verfolge: Ich denke an die Haushaltshilfe, die man sich leisten könnten sollte und auch daran, dass ich den ganzen Haushalt gerne selbst schaffen will; und zwar so perfekt, dass mich Spontanbesuche und Installateurtermine nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen können.

Ich denke an die Kindergeburtstagsparties, die man in professionellen Partylocations ausrichten lassen sollte. Die gigantischen Torten und Cake-Pops, die jeder zu backen scheint und sagt: "War ganz einfach".
Ich denke an die Eltern, die ihre Kinder zu Nachmittagsaktivitäten begeistern - ein ganzes Semester lang! Und bei manchen sind es auch zwei oder drei verschiedene Kurse und Trainings.
Ich denke an die Mütter, die nach der Karenz in ihre Büros zurückgegangen sind. Ihre Kinder werden auch krank, aber sie machen das. Die können das.
Ich denke an meine Arbeit. An das, was ich geschafft habe und das, was liegen geblieben ist. An die E-Mail, die gerade eingetrudelt ist und eine dringende Antwort erfordert.
Ich denke daran, dass ich eigentlich seit Monaten einen Impftermin ausmachen sollte. Und eine Zahnarztkontrolle für mich. Den kleinen Lord sollte ich mitnehmen, der war ja überhaupt noch nie beim Zahnarzt - was für eine Mutter bin ich? Beim Orthopäden und beim Augenarzt waren wir auch schon ewig nicht.

Meine Gedanken beginnen mich zu stressen. Die Kinder fragen nach Kakao, Jause, Naschen, Fernsehen. Sie verlangen. Sie wollen spielen. Unterschiedliche Spiele in unterschiedlichen Zimmern. Ich mache Jause. Äpfel und Osternestschokolade. Ich höre Schreie. Der kleine Lord sitzt unter der Reckstange der kleinen Lady. Sie schreit. Er lacht. Sie versucht ihn wegzuschieben. Er beißt sie. Jedenfalls werden sie es mir so unter Tränen und noch mehr Geschrei erzählen, wenn ich oben bei der Crime-Scene ankomme. Ich werde versuchen sie abzulenken. Den Kakao habe ich vergessen. Der kleine Lord nicht. Ich gehe in die Küche. Wieder Geschrei. Ich renne hinauf. Er hat eine Zeichnung von ihr zerfetzt. Ich schicke ihn in sein Zimmer. Ich bin eine "Gacki-Mama" und wir sind "keine Freunde!", was mir nachdrücklich mit Daumen runter gezeigt wird. Sie kriegt sich kaum mehr ein, fängt aber an zu zeichnen.

Ich gehe zu ihm, wir spielen Playmobil und mit den Autos. Die kleine Lady kommt in sein Zimmer: "Mama, das ist unfair! Du spielst nur mit [dem kleinen Lord]!" Sein Dinosaurier will sie auffressen. Ich ermahne, werde ungehalten.
Ich will sie ablenken und auf den Spielplatz gehen, auch dort wollen sie vor allem mit mir spielen. Mama nicht teilen. Es gibt Tränen. Der kleine Lord brüllt: "Ich will zu meinem Papa."

Was bin ich für eine Mutter? Wie schlecht kann man seinen Haushalt eigentlich machen? Welchen Wert haben meine täglichen 5 Stunden Arbeit für die Arbeitswelt? Und wenn die Kinder frei haben oder krank sind: Bin ich die Einzige, die abends arbeitet? Wie soll ich Liebhaberin und Partnerin sein? Was bin ich für eine Freundin, wenn SMS-Antwort-Zeiten von 3 Tagen mehr die Regel als die Ausnahme sind? Von Anrufen und Rückrufen ganz zu schweigen.

Ich komme nie ansatzweise an den Maßstab, den ich mir zu erfüllen wünsche: Als Schwester, als Tochter, als Enkelin, als Mutter, als Ehefrau, als Arbeitende, als Bloggerin, als Hausfrau, als Hobby-Gärtnerin. Und bei all dem sollten auch meine adrett sitzenden Haare an meinem wenig, aber zum Vorteil geschminkten Gesicht herabfließen, die gepflegten Spitzen lägen auf meinem Biskotten-Flecken-freien, modischen, fair produzierten Bio-Baumwoll-Pulli auf und ich wäre entspannt und gelassen, wenn wir am Spielplatz sind. Denn eigentlich habe ich alles, was ich will. Und wenn die Anderen meinen Social-Media-Feeds folgen und vertrauen, müssten sie glauben, dass mein Leben perfekt ist.

So wie ich das gerne von anderen annehme.

Die Wahrheit ist, dass ich zerrissen bin. Ich bin eine Ameise. Würde ich meinem Instinkt folgen, ginge ich automatisch die beste Route zu meinem Ziel. Doch der Alltag, in dem sie sich die Ameise wiederfindet, ist voll irritierender Düfte. Rechts stößt sie sich am „Du solltest“-Lavendel, läuft sie nach links, ragt dort der „Das musst du. Ja, DAS musst du wirklich“-Lavendel in die Höhe. Versucht sie nach hinten zu fliehen, kommt sie zum Busch der Beobachtung, wie es die Anderen machen und rennt panisch in die andere Richtung, wo der Lavendel ihrer eigenen guten Vorsätze wächst.
Die Ameise ist eingekesselt, läuft im Kreis. Verliert die Orientierung.

Hoffnungslos.

Dann habe ich gegoogelt. Ameisen besitzen die Fähigkeit, aus der Verwirrung auszubrechen. Haben sie das geschafft, folgen sie wieder ihrem Instinkt, der sie an ihr eigenes Ziel führt.

Und das wünsche ich mir für uns alle.

Erstkommunion | Artoz Artworksticker

Im Mai läuten die Kirchenglocken ja besonders häufig - anlässlich von Hochzeiten im Wonnemonat, zur Erstkommunion oder Firmung/Konfirmation und auch für die eine oder andere Taufe kommen Familie und Freunde im Mai auffallend oft zusammen.

Wer dem/den Feiernden ein paar Worte, (Segens-)Wünsche und Ratschläge mit auf den weiteren Weg geben möchte, verpackt sie am besten in liebevolle Gruß- und Glückwunschkarten. Mit ein paar Handgriffen könnt Ihr Euch Eure eigenen, individuellen Karten gestalten (oder natürlich veronicards bestellen).


Für mein heutiges Projekt habe ich wieder zu den Artoz Artworkstickern gegriffen, da Artoz für religiöse Feste ein paar sehr geschmackvoll-klassische Designs anbietet. So bekommt man rasch hübsche Effekte und kann mit eigenen Stempeln, Stanzern und Bändern gut variieren, sodass man schlussendlich viele verschiedene Karten mit einem einzigen Artworksticker-Set bekommt.
(Für alle, die sich das fragen: nein, Artoz sponsert mich nicht : ) - ich verwende die Sticker aus Überzeugung und habe mir die Sticker selbst gekauft [wobei ich nichts dagegen hätte, wenn sie sie mir zum Basteln schicken würden])




grünes Papier von Gmund: Gmund Colors Matt 03
Blatt-Stempel von Stampin Up: Gartengrüße
Kreuz-Sticker: Artoz Artwork
Stempelfarbe: VersaFine Spanish Moss


grünes Papier von Gmund: Gmund Worldline Maximum
Kreuz-Sticker: Artoz Artwork


Karten-Papier von Gmund: Lakepaper Emotion Cool Blue Matt
Kreuz-Sticker: Artoz Artwork
Aquarell-Druck: Designpapier-Block von Hofer
gelbe Borte: Sizzix On The Edge-Bordüre by Tim Holtz


Karten-PapierMondi Color Copy Papier A4, 125 Blatt, 300 g / qm
Kreuz-Sticker: Artoz Artwork
Aquarell-Druck: Designpapier-Block von Hofer
grüne Ranke: Sizzix



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Ein paar Shopping-Tipps:





Ich wünsche Euch schöne Feste und sage "Danke fürs Vorbeischauen"!


P.S.: Ich mache gerade brandaktuell bei meiner ersten Instagram-Challenge mit: #MeetTheBloggerDE | #MeetTheBloggerAT. Von 1. bis 14. Mai erfahrt Ihr täglich etwas Neues (teilweise noch nie Erzähltes) über mich und den Blog. Wenn Ihr reinschauen wollt: Instagram @VlikeVeronika