DIY-Challenge #44: Der Gartenzaun | Es gibt noch so viel zu lernen!

Ein Garten ist etwas Herrliches! Solange man sich nicht selbst um alles kümmern muss. Zumindest gilt das für mich, einen Menschen mit geringem Pflanzengespür, der es überaus genießt, hin und wieder sein Unwesen im Garten zu treiben, wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnt habe.

Wenn man arbeiten darf, aber nicht muss, kann das durchaus sehr meditativ sein. Ich wollte ja eigentlich die Türe zum Geräteschuppen und der Garage streichen, aber für meine Schwiema hatten die nicht gar so eine arge Dringlichkeit. "Na gut", dachte ich mir, "1. will ich streichen - eigentlich egal was - und 2. geht's hier ja auch vor allem darum jemandem zu helfen und beim Helfen sucht man sich nicht aus was gebraucht wird, sondern packt's an."

Abgesehen davon, sieht doch Gartenzaun streichen eigentlich nach etwas sehr Einfachem aus. Nach entspannter einfach-Farbe-drauf-Arbeit. Zumal der Holzzaun zuvor scheinbar mehr oder weniger unbehandelt war.Meine Fantasie reichte noch aus, um zu wissen, dass man Spinnweben, Schmutz und Wildwuchs vorab entfernen sollte. Und, dass man die Farbe an einem regenfreien Tag und guten Wetterprognosen für die nächsten Tage auftragen sollte. Also habe ich vier Tage gewartet... und in diesen vier Tagen kamen immer wieder Fragen mit versteckten und expliziten guten Tipps männlicher Mitmenschen, die sich da offenbar deutlich besser auskennen und mir nun mit Argusaugen über die Schulter und in Richtung Zaun spähten. Also liebe Leute, ich bastle und werkle schon gerne herum, aber was glaubt ihr denn, wie viele Zäune ich schon gestrichen habe? Null wäre die richtige Antwort. Ergo habe ich auch null Ahnung, was es da zu beachten gibt.
Somit gab es viel zu lernen:
1. Note to self: Wenn ein Projekt an dich herangetragen wird, checke ZUERST was das alles involviert. Denn nur weil man lediglich vom "Zaun streichen" spricht, heißt das nicht, dass da nicht vorher noch etliches zu machen ist.

2. Wenn ich der DIYler bin, habe ich das Sagen! Die Besserwisser sollen erstmal Bessermacher werden. Oder sich mit mir an den Zaun stellen. Hilfe ist mir immer willkommen.

Da ich aber nicht gänzlich beratungsresistent bin, habe ich mir sagen lassen, dass man einen Zaun, der - wie hier - schon Algen angesetzt hat, zunächst mit Bleiche behandeln sollte: Zu mischen wäre laut einem englischen Gartenforum 1 Teil Bleiche und 2 Teile Wasser und nach dem Motto "Die Briten werden es schon wissen", habe ich das dann genau so gemacht. Da nur chemische Bleiche im Haus war, habe ich die verwendet, der Gartenliebhaber sollte jedoch lieber auf natürliche Bleiche ausweichen, die chemische Variante ist sehr aggressiv. Die betreffenden Stellen (im Vorher-Bild erkennt man das recht gut) müssen mit der Wasser-Bleiche-Mischung angestrichen werden, dann lässt man das etwa 10 Minuten einwirken und rubbelt es anschließend mit einer Bürste und Wasser ordentlich ab. Nach 1-2 Tagen des Trocknens sieht man schon einen deutlichen Unterschied.

Und dann kann auch schon gestrichen werden. Im Idealfall zwei Mal.






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