Coffee Table Books

So wie eine Einladung die Visitenkarte jeder Party ist, sind Coffee Table Books  das Aushängeschild eines Haushaltes. Was Gäste auf, unter oder rund um Kaffeetisch präsentiert bekommen, lässt bei ihnen Rückschlüsse auf die Persönlichkeit, die Interessen und die aktuelle Gemütsverfassung des Gastgebers zu. Liegen dort Rechnungen oder alte Zeitungen? Spielkarten, Magazine, DVDs oder Taschentücher? Reisekataloge oder ein Rubik Cube? Sollte dort dringend Staub gewischt werden oder ist all das einem Stapel gut sortierter Coffee Table Books gewichen?

Was das ist?
Coffee Table Books müssen gar nichts und dürfen alles... nach den Maßstäben, die für andere Bücher gelten, sind sie viel zu groß, viel zu schwer, viel zu bunt, mit zu vielen Bildern und viel zu verschwenderisch.
Ja, Coffee Table Books sind ein bisschen wie Kinder: je mehr man hat, desto facettenreicher spiegeln sie die Persönlichkeit der Person wieder, die sie ihr Eigen nennt.
Sie zeigen, wer man ist oder wer man gerne wäre, was man gesehen hat und noch erleben will, was man mag und was einen ausmacht.
Aber Kaffeetischlektüre hat eine noch wesentlichere Aufgabe: sie soll die Gäste des Hauses unterhalten, während noch die letzten Handgriffe in der Küche gemacht werden müssen.

Vier Coffee Table Books, die man seinen Gästen nicht vorenthalten sollte:


FÜR KOSMOPOLITEN
LEGENDÄRE GASTGEBERINNEN UND IHRE FESTE
"You gotta have style" - Diana Vreeland, die in wohlhabende Verhältnisse hineingeboren wurde, profitierte von ihren Erfahrungen mit der New Yorker und Pariser High Society. 40 Jahre lang prägte sie bei Harper's Bazaar und der Vogue den Geschmack amerikanischer Frauen und war sich sicher: "Es hilft dir, morgens aufzustehen. Es ist eine Art Lebensstil. Ohne Stil bist du nichts."

Sie ist eine von 19 mondänen Gastgeberinnen, die es verstanden bzw. verstehen aus einer Einladung ein Erlebnis zu machen. Mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit kümmerten sich die Gastgeberinnen um das Wohlbefinden ihrer Gäste. Bei kaum einer stand opulentes Essen im Vordergrund, vielmehr waren die Damen Meisterinnen der Kunst einen guten, weil außergewöhnlichen, Gästemix zu schaffen. Mit welchen Worten Adele Mailer den amerikanischen Kultautor James Jones während ihrer Hochzeitsfeier davon abhielt sich mit dem Kopf im Gasbackofen das Leben zu nehmen, wer sich mit einer 3 Millionen Dollar teuren Party sein Standing in der New Yorker Society erfeierte und wer seinen Freunden am Ende eines kapriziösen und exzentrischen Lebens nur noch Dosenmahlzeiten servieren konnte erfährt man in Claudia Lafranconis neuestem Werk.

Ein herrliches Buch, das den Leser bis ins Jahr 1853 zurücknimmt und zum Schwelgen mit der Upper Class in der Vergangenheit einlädt. 
"Schöne Bücher für kluge Frauen" - die kommen vom Elisabeth Sandmann Verlag, der auch klingende Titel wie "Elisabeth II. Ein Leben auf dem Thron", "Frauen mit Stil. Modeträume aus drei Jahrhunderten" oder "Frauen und Perlen. Geschichte einer Leidenschaft in Malerei und Fotografie" hervorgebracht hat.
Gleich bei Amazon bestellen...
Gleich bei Thalia bestellen...




FÜR ROMANTISCHE NOSTALGIKER
CARTIER I LOVE YOU: CELEBRATING 100 YEARS OF CARTIER IN AMERIKA
Elizabeth Taylor, Romy Schneider und Alain Delon, Audrey Hepburn, Orson Welles und Rita Hayworth, Marilyn Monroe & Arthur Miller, Elton John, Bianca & Mick Jagger, Grace Kelly, Vivien Leigh, Warren Beatty, Andy Warhol und natürlich darf auch sie nicht fehlen... Jackie Kennedy. Sie alle sind Teil der einhundert jährigen Geschichte Cartiers in Amerika.
Obwohl wir durch ein altes Sprichwort aufgefordert sind ein Buch nicht nach seinem Umschlag zu beurteilen (Don't judge a book by its cover), würde man im Fall von Cartier I love you sehr gut damit fahren - es ist bezaubernd. Vom Anfang bis zum Schluss. Mit der Erzählung, wie Cartier durch einen Tauschhandel für eine perfekte, zweireihige Perlenkette und 100 Dollar zu den Geschäftsräumen in der 653 5th Avenue in New York kam. Mit den Skizzen, der Mischung aus Kunstfotografie, Fotos zur Produktinszenierung und Schnappschüssen sowie der schönen Grafik mit Mut zur Lücke. Mit seinem eingearbeiteten Lesezeichen aus rotem Schmuckband mit aufgedrucktem Cartier-Schriftzug. Eine bitter-süße Anekdote erzählt Fotograf Bruce Weber vom Beginn seiner Freundschaft mit Elizabeth Taylor: "She doesn't like the sound of the word 'no'", warnt Chen Sam, die Presseagentin von Liz Taylor, Bruce Weber vor, als er mit einem "der schönsten Hunde", den die Leinwanddiva "jemals gesehen" hat, bei ihr vorstellig wird. "Can I have him?" "No, no, no, Elizabeth" I said quickly, almost in tears. "You can have my heart, but you can't have my dog!"
Wer viele Cartier-Pretiosen sehen möchte, muss sich in eine Cartier-Boutique wagen, doch wer ein Gefühl für die Vielfalt, Tradition und die Liebhaber der Edelmarke bekommen oder verfeinern möchte, liest sich am besten hier ein.
Gleich bei Amazon bestellen...




FÜR ALLROUNDER
SO GEHT DAS!
...ist schon laut Titel das "ultimative Anleitungsbuch", das in 500 bebilderten Mini-Lektionen die scheinbar wichtigsten Dinge des Lebens erklärt.
Von E wie Erleben über Essen, Imponieren, Lieben, Machen, Reisen, Stylen, Trinken, Überleben (!), Wachsen bis hin zu Wohnen können Leser alles, von dem sie noch nie wussten, dass sie es wissen wollen, nun aber - wissend wie einfach es ist - gar nicht erwarten können es auszuprobieren, in einfachen Step-by-Step-Comics erlernen. Bildungslücken dürfen geschlossen werden, an anderer Stelle kann man sich mit dem neu erworbenen Quasi-Selbsterfahrungen schmücken und anderen sein Know-How weitergeben. Wer "So geht das!" studiert, kann in allen Lebenslagen punkten:

Bei Hypochondern:
Mit Akupressur heilen

Auf Reisen:
Die Toilettenbeschilderung in 14 verschiedenen Sprachen entziffern, aus Treibsand entkommen und verbleibendes Tageslicht (mit der Hand) messen

In der Sci-Fi Welt:
Einen Ketten-Bikini (für den Kampf gegen feuerspeiende Drachen) basteln

Bei Kindern:
Einen Ballonhund drehen und imaginäre Monster vertreiben

Und wer Wissensdefizite begleichen will - Teile vom Rind erkennen, welchen Wein zu welchem Essen servieren, eine Fliege oder einen Windsorknoten binden, einen Knopf annähen, Grundschritte der Standardtänze,... - ist bestens beraten, sich dieses Buch dringend anzuschaffen.
So geht das! reiht sich als nicht veralterndes Werk in die Hitlist der Kaffeetischbücher ein und ist mittlerweile in weiteren Ausgaben zu den Themen Liebe bzw. Liebe & Lifestyle, Cool Sein, Survival, Tricks & Style, Baby und Papa sowie als So geht das! Mehr!-Ausgabe zu haben. Reinschauen lohnt sich!
Gleich bei Amazon bestellen...
Gleich bei Thalia bestellen...




FÜR FREUNDE DES SCHLECHTEN GESCHMACKS
AWKWARD FAMILY PHOTOS
(übersetzt: Peinliche Familienfotos)
Fremdschämen bis zum physischen Schmerz kann man sich mit diesem herrlichen Fotoband. Awkward Family Photos ist ein Bollwerk an Peinlichkeit. Unpassend, gänzlich stillos, frei von Feingefühl oder Geschmack - das ist allen hier zusammengetragenen Fotos gemein. Ganze Familien im "Sound of Music"-liken Partnerlook (Kleider für die ganze Familie - inklusive betagter Großmutter und Mischlingswauwau - aus Vorhangstoff), die unmöglichsten Posen, die talentfreisten Fotografen, die dümmsten Grimassen und abstrusesten Frisuren. Es ist so lustig!


Aber man sollte sich gut überlegen, bei welchen Gästen man diese Buch herauslegen möchte und wann man es lieber unter einem Stapel alter Hoferprospekte verstaut. Nicht jeder versteht diese Art von Spaß. Manche würden sogar ihre Mode-Fauxpas aus den 70er-90er Jahren gerne wiederholen, ohne mit der Wimper zu zucken. Eine kleine Kostprobe gibt es hier, um die Freude auch mit anderen zu teilen, empfiehlt sich die Hard Copy.
Gleich bei Amazon bestellen...
Gleich bei Thalia bestellen...




Vier Mal absolut bezaubernd-köstliche Lektüre. Einziger Wermutstropfen - in den beiden Büchern, in denen ich es am wenigsten erwarten würde, haben sich mir Satzfehler in den Weg gestellt. Kein Weltuntergang, aber natürlich immer mit viel mitleidsvollem Verständnis für die verbunden, die sich dafür gerne zwicken würden.

Sollte Euch einmal der Stauraum auf dem Couchtisch für all Eure herzeigenswerten Coffee Table Books ausgehen, könnt ihr Euch eine Erweiterung in Form eines mobilen Zeitschriftenständers bauen oder sie zur Not auch im guten alten Bücherregal aufbewahren. Die DIY-Bauanleitung für das Bücherregal der etwas anderen Art bekommt ihr hier.

Schönes Schmökern!



DIY-Challenge #13: Bilderrahmen Collage

Gerahmte Bilder anzuordnen kann manchmal eine gefinkelte Sache sein: entweder die Bilderrahmen sind alle gleich, dann mag man es meist gerne symmetrisch - genaues Messen und die Hilfe der Wasserwaage sind nötig -, oder die Rahmen haben unterschiedliche Größen und müssen so angeordnet werden, dass keine großen Lücken entstehen. Unterscheiden sich die Rahmen vom Design her auch stark, sollte den besonderen Rahmen durch schlichtere Rahmen rundherum Raum gegeben werden, damit insgesamt ein stimmiges Bild geschaffen wird.

Fotowände können "natürlich" wachsen - mit jedem erinnerungswürdigen Ereignis, kommt ein Foto, für das ein passender Rahmen gefunden wurde, dazu und wird an einer freien Stelle montiert. Die Gefahr bei natürlich entstandenen Anordnungen ist, dass es leicht chaotisch aussieht, wenn man keinen genauen Plan hat, den man verfolgt.

Wer geplantes Chaos lieber mag, kann es mit folgender Methode probieren:
Die Bilderrahmen schon im Vorfeld besorgen.

Die Rahmen auf einem großen Bogen Papier auflegen, um
die richtige Anordnung, den idealen Abstand, ein ausgewogenes Gesamtbild zu finden.
Am besten von einem fiktiven Mittelpunkt ausgehen (das muss kein Rahmen,
sondern kann auch der freie Raum zwischen mehreren Bildern sein)
und sich von dort gleichmäßig in alle Himmelsrichtungen wegarbeiten.
Die Rahmenränder auf dem Papier nachzeichnen und beschriften
Den Papierbogen mit Klebeband dort an der Wand fixieren,
wo nachher die Bilder hängen sollen und dann Bild für Bild die Nägel einschlagen.
Auf Bildern, die keinen Haken, sondern nur einen Fuß haben, kann man kleine Haken befestigen - entweder mit kurzen Nägeln oder, wenn der Rahmen das nicht zulässt, mit der Heißklebepistole. Die Füße muss man meist abschneiden oder rausmontieren, weil sie entweder zu lang sind oder den Bilderrahmen einseitig belasten und schief hängen lassen.


Jetzt fehlen nur noch die passenden Bilder.


Danke für's Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal!

Vermischtes aus der Kartenabteilung



Passend zum gestrigen historischen Ereignis: Die Felix Baumgartner Hommage.



Mein Liebling von heute


Danke fürs Vorbeischauen. 
Einen schönen Wochenstart wünsch ich Euch allen.

Ein Haufen Freude

Die Beute von heute.
Die Heimkehr vom Ausflug zum Textil Müller in einer Fotostory.

So sah es in etwa im Geschäft aus.

...und so darf es in die Stoffbox, um der weiteren, noch nicht näher definierten,
 Geschehnisse zu harren.








Macht einen Ausflug - es lohnt sich, wenn man vorher weiß, was man sucht.

DIY-Challenge #12: Zwei Varianten von Polsterbezügen

Heute war es wieder an der Zeit die Nähmaschine anzuwerfen, sind doch glatt die beiden teuersten Kissenbezüge, die ich mir bisher gekauft habe, gleichzeitig kaputt gegangen (mag daran liegen, dass ich mich nicht an die Pflegeanleitung gehalten habe - "Nicht Waschen"... das geht doch nicht bei Polsterbezügen). Einer wurde (leider) sofort entsorgt, aus dem anderen habe ich noch den Zippverschluss herausgetrennt, da der noch perfekt in Schuss ist.

So kann ich zumindest zwei Ideen für Eure nächste spontane Kissenbezugnähaktion vorschlagen - einmal mit, einmal ohne Zipp.

Der Zipp-freie Bezug:


Stoff zuschneiden: wenn der Polster 40x40cm ist, dann zirka 42cm für die
schmale Seite und zirka 100cm für die lange Bahn nehmen,
die schmale Seite abketteln

abketteln (Zick-Zack-Naht, damit der Stoff nicht ausfranst)

Stoff noch einmal umfalten und auf die "schöne" Stoffseite eine Spitze heften,
damit man später die Öffnung nicht sieht, durch die der Polster in den Bezug gegeben wird

Spitze annähen

Stoff zum Zusammennähen auflegen. Die Spitze so ausrichten,
wie man sie später am Polsterüberzug haben möchte
(hier liegt sie so, dass sie am Ende knapp über der oberen Hälfte des Überzuges sein wird).
Dann den restlichen Stoff (schöne Seiten aufeinander) falten.
Das heißt, dass dort, wo die Spitze ist 3 Stofflagen übereinander sind.
Zirka 20 cm Überlappung sind gut.

Gerade Seitennaht und Zick-Zack-Naht auf beiden Seiten machen

Überzug von innen nach außen stülpen

Polster in den Überzug geben und die Überlappung  oben drüberstülpen

Fertig ist der verschlusslose Kissenbezug und die Spitze verdeckt,
dass hier die Überlappung aus ist

Polsterüberzug mit Zippverschluss:


Mal schauen, wie der Zipp auf dem alten Polsterüberzug befestigt war

Wenn man beim oberen Teil die Falte mit etwas Stoffzugabe annäht, sieht man den Zipp kaum noch

Vorderseite - im Prinzip fertig

Rückseite mit Zippverschluss

Etwas Neues probieren

Zugegeben ein bisschen mühsam, die Knöpfe müssen allerdings auch nicht mit besonders vielen Stichen befestigt werden, da sie ja nicht der gleichen Spannung wie ein Hosen- oder Hemdknopf ausgesetzt sind. Ich habe die Knöpfe vor dem Annähen mit ein bisschen auswaschbarem Klebstoff an der richtigen Stelle befestigt, sodass ich wusste wo welcher Knopf hingehört.



Danke für den Boxenstopp!